Tour:
Zürich-Pfannenstiel
Datum: 21. Mai
Tourenleiter: Louis Tiefenauer
Programm: 1. Abschnitt (z. Bsp.: Samstag)
2. Abschnitt (z. Bsp.: Sonntag)
Ausrüstung: -
Unterkunft/Verpflegung: -
Kosten ca.: -
Teilnehmer Wohnort
Tourenbericht 3. Etappe Schwarzwald-Veltlin

Der Auffahrtstag war sommerlich heiss, aber schon am Freitagmorgen war die Strasse nass vom nächtlichen Regen und die dunklen Wolken im Westen liessen nichts Gutes ahnen, eine Kaltfront nahte. Das Wetter gab denn auch an den beiden Tourentagen immer wieder zu reden. In Zürich in der Bahnhofstrasse regnete es dann richtig schön warm, wofür es im Zürcher-Dialekt einen schönen Ausdruck gibt. Totz der feuchten Luft fuhren die Tourenteilnehmer mit dem 6-er entspannt zur Endstation Zoo. Dort wurde rekapitulierte der Tourenleiter kurz das Programm stand, welches viele Teilnehmer nicht mehr präsent hatten. Die noch geschlossene Schar fand den Weg durch den Regen-Wald zum Lorenchopf, dem ersten Marschhalt mit einem Veruccano-Brunnen. Nur ein paar wenige nutzten die Möglichkeit vom Holzturm aus die Alpen zu sehen. Die Rigi, der Titlis und der Speer wurden eindeutig identifiziert, immerhin war die Wolkendecke noch nicht ganz geschlossen. Am israelitischen Friedhof vorbei, nun bei angehm trockem Wetter, gelangte die Gruppe durch eine schöne Waldlichtung zum Süessblätz, einem konfortablen Rastplatz mit Sandsteintischen. Weiter über schöne Waldwege schreitend fanden wir oberhalb der Forch das unübersehbare Kriegsdenkmal vom ersten Weltkrieg, auf einer Treppenpyramide präsentiert. Es war nun Mittagszeit geworden und in der Krone konnten die vorbestellten Menüs genossen werden. Durch die Fensterscheiben sahen wir nun Bindfäden. Im Aufstieg zur Gulderen hörte der Regen aber wieder auf und die Wiesen mit Löwenzahn und Hahnenfuss leuchteten gelb. Nun nahmen wir auch noch Blitze wahr und keiner war versucht, auf den eisernen Pfannestiel-Aussichtsturm zu steigen. Vielmehr entrann die Gruppe dem strömenden Regen ins Restaurant Hochwacht, welches an diesem Tag nicht überfüllt war. Das Etappenziel war erreicht. Die listigen Kellner verstanden die Gruppe aufzuheitern und zum Konsum anzuregen. Doch an diesem Tag war noch ein Dschungelpfad zu bewältigen, der die beschirmte Gruppe schliesslich zum Gibisnüd führte. Die Wanderleute genossen den Hotelservice und das Dîner im Hotel Alpenblick, Eglifilets oder Zürcher Geschnetzeltes. Wer zur rechten Zeit zum Fenster hinausschaute erkannte immerhin am Abend noch den klotzigen Grossen und den spitzen Kleinen Aubrig, den wir auf der übernächsten Etappe besteigen wollen. Der Streit um die Hochzeits-Suite konnte bald gütlich geregelt werden. Trotz viel Nass an diesem Tag war die Stimmung gut und mit dem einheimische Uetikoner konnte von der (chemisch) konservierte Sonnenenergie des Sommers 2003 profitiert werden.

Louis Tiefenauer